Systemtheorie und Bio-psycho-soziales Modell

Die medizinische Systemtheorie befasst sich mit der Steuerung, Regulation und Anpassung von Wirkungsgefügen in der Medizin. Verschiedenste Wissenschaftler (Luhmann 1987; Uexküll and Adler 2003; Hafen 2005; Maturana and Varela 2005) haben sich in den letzten Jahrzenten mit einem anderen Blickwinkel auf soziale und biologische Prozesse befasst.

Diese Konzepte führen weg von einem analytisch-reduktionistischen Verständnis und hin zu einer systemorientierten Sichtweise von Krankheit und Gesundheit. Krankheit wird in diesem bio-psycho-sozialen Modell als Störung der Körper-Seele-Einheit mit Auswirkungen auf den ganzen Lebenskontext eines betroffenen Menschen verstanden. Daraus leitet sich ein wissenschaftlich evidenzbasiertes umfassendes Verständnis von Krankheit bzw. Gesundheit mit entsprechenden präventiven, diagnostischen und therapeutischen Massnahmen ab.

Aspekte aus der Systemtheorie helfen beim Verständnis des bio-psycho-sozialen Modells und bilden die Grundlage für einen ressourcenorientierten Behandlungsansatz, wie er in der SystematicRelease-Methode praktiziert wird.

Systemtheorie: Black-Box-Modell
(Abb: Ch. Burch 2017)